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Sendersuchlauf

Hör auf Deinen Bauch, hör auf Deine Stimme!
Tja, was aber, wenn ich vor lauter Gedanken aus unterschiedlichen Facetten meines etwas widersprüchlichen Selbst nicht heraushören kann, was denn nur DIE Stimme ist? Es gibt Zeiten, da ist genau der richtige Sender eingestellt und ich weiß, was ich jetzt tun will und alles passt zusammen. Wenn ich gut bin, handle ich dann auch danach. Es gibt aber auch die anderen Zeiten, die, über die man nicht gerne redet. Ihr wisst genau was ich meine. Zumindest hoffe ich das....Man fühl sich nicht recht wohl, ist etwas träge. Möchte gern, aber gleichzeitig auch nicht so richtig. Da sind viele Möglichkeiten, aber welche passt denn jetzt.? Alles fühlt sich unrichtig an. Etwas fehlt, die letzten Zutaten, damit es rund wird.

Wo ist die verdammte Stimme? Jetzt gibt es eher einen Chor aus altem, aktuellem und neuem. Was gehört zu mir und was gehört zu anderen? Kann man das überhaupt so genau trennen? Von den damit verbundenen widersprüchlichen Gefühlen reden wir erst mal nicht. Dann die ganzen Gedanken, weil man jetzt nicht rausbekommt, was man tun soll bzw. will.....Die intensive Suche nach der inneren Weisheit scheint mir irgendwie sinnlos. Es tauchen nur neue Theorien, Ideen, Zweifel, Wünsche auf und die Verwirrung wird größer. Besser fühlt man sich auch meist nicht. Unter dem Mikroskop ist halt alles enorm viel größer und man verliert schnell das große Ganze aus den Augen.  Karussellfahren mit den eigenen Gedanken bringt einen meist nicht voran, sondern beschert im schlimmsten Fall Schwindel, lässt uns schwanken und man kotz sich an. Wenn sowieso alles irgendwie weniger als gut aber besser als schlecht ist, wieso nicht einfach mal was tun, am besten was anderes als sonst.

Geht es nicht irgendwie immer um Schwellen? Bilbo hat‘s gewusst, es ist gefährlich die eigene Türschwelle zu überschreiten. Draußen warten Leid, Verlust und Verzweiflung. Was aber keiner sagt ist, dass die schon längst bei Dir wohnen. Wenn man aber Leute jeden Tag sieht gewöhnt man sich an sie und vieles bemerkt man nicht mehr. Und wo man vieles nicht mehr bemerkt, sind die Ohren vielleicht auch nicht mehr so fein justiert. Das ist völlig ok, aber es sollte wohl besser nicht zum Koma werden.

Wenn man also die Nase über die Schwelle schiebt und der Rest hinterher schleicht, muss man sich erstmal orientieren, genauer umschauen und bemerkt vielleicht etwas Neues oder Vergessenes und huch - statt krampfhaft zu suchen, hat man was gefunden.

4 Kommentare 12.10.16 11:38, kommentieren