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- Gedanken

Heldentum

Was passiert mit den Helden, wenn die Mission vorbei ist? Egal ob man freiwillig, mit Absicht oder durch eine Art Unfall dazu wurde. Kann man zurück, nach all dem, was man gesehen hat? Wie den Alltag meistern? Wie die unvermeidlichen Fehlschläge, die am Podest kratzen? Was, wenn die Maske fällt und sich zeigt, man hatte die ganze Zeit schreckliche Angst, wußte meist nicht was man tut und hatte riesiges Glück. Vielleicht glaubte man auch die ganze Zeit, ich doch nicht. Großes, Entscheidendes, dass können andere - ich nicht. Und irgendwie ist man plötzlich mittendrin, ungeplant, will nur noch weg, aber irgendwie macht man alles richtig, wie auch immer, bisher. Man scheint zweimal zu existieren, kompetent handelnd und ungläubig zuschauend. Vielleicht ist es ja auch ganz anders. Vielleicht wäre man auch gerne ein Held, kann aber irgendwie nicht aus der Haut, Im wichtigen Moment friert man ein, zögert, hat Angst. Vielleicht leidet man heimlich an der eigenen Belanglosigkeit, Jämmerlichkeit, vielleicht versucht man es weiter, hofft....
Oder man gibt auf und langsam verkümmert ein Teil der Seele. Vielleicht hat man auch völlig vergessen, was möglich ist und der Blick ist trüb geworden. Die Schwingen auf dem Rücken sind festgewachsen und außer einem gelegentlichen Kitzeln, ist nichts übrig. Vielleicht, wenn man stark genug kratzt - Blut, Tränen und Asche abwäscht, kehrt der alte Glanz in die Augen zurück, die Taubheit verschwindet und langsam, irgendwann summen Federn im Wind.

15.1.16 19:04, kommentieren